L – Laufenten
Laufenten sind die lustigsten, effizientesten und faulsten Schädlingsbekämpfer, die du je im Garten haben wirst: watschelnde Schneckenvernichter, die nebenbei noch Eier legen und den Rasen düngen.
Warum Laufenten die Permakultur-Superstars sind
- Fressen pro Tag bis zu 200 Schnecken (besonders Nacktschnecken!)
- Lieben auch Engerlinge, Drahtwürmer, Blattläuse, Kohlrübenfliegen
- Legen 200–300 große, cremige Eier pro Jahr (besser als viele Hühner)
- Kein Gras fressen → Rasen bleibt heil
- Sehr zahm, kinderfreundlich, lautstark nur bei Gefahr
- Perfekte Kompostwender und Bodenlüfter
Die besten Laufenten-Rassen
- Indische Laufente (die Klassiker: schlank, aufrecht, super schnell) Farben: wildfarbig, forellenfarbig, blau-wildfarbig, weiß
- Khaki Campbell (etwas runder, aber extreme Legemaschinen: bis 350 Eier)
- Deutsche Peking (wenn du auch Fleisch willst)
Das perfekte Laufenten-System
- Nachts: wetterfester Stall (mind. 1 m² pro 4–6 Enten) mit Stroh + Legenester
- Tagsüber: mobiler Elektrozaun-Auslauf oder freier Lauf im Gemüsegarten (nach der Ernte!)
- Wasser: nur eine flache Wanne oder Kinderplanschbecken → sie brauchen kein Schwimmen, nur Schnabel reinigen
- Futter: 70–90 % Schnecken & Insekten aus dem Garten, Rest Körner + Küchenreste
Ideale Herdengröße
- 4–8 Enten (kein Erpel nötig, wenn keine Küken gewünscht)
- 1 Erpel pro 5–6 Enten → ruhigeres Team
Saison-Einsatzplan
- Frühjahr: nach der Aussaat im Gewächshaus → Blattläuse weg
- Sommer: abends in den Gemüsegarten → Schneckenparty
- Herbst: unter Obstbäume → Fallobst + Schnecken aufsaugen
- Winter: im Gewächshaus oder unter Folie → wärmen + düngen
Fazit