H – Hektar (Einheit der Permakultur-Revolution)
Ein Hektar (1 ha = 10.000 m² = 100 Ar = ca. 2,47 Acres) ist nicht nur eine Flächenmaßeinheit – in der Permakultur ist er die magische Grenze, ab der Selbstversorgung, echte Regeneration und sogar kommerzielle Erträge mit minimalem Aufwand möglich werden.
Was man auf einem Hektar wirklich schaffen kann
- Komplette Selbstversorgung für 4–10 Personen (je nach Klima und Intensität)
- Überschuss für Verkauf/Tausch (Gemüse, Obst, Nüsse, Eier, Honig, Kräuter)
- Food-Forest mit 200–400 Obst- und Nussbäumen, Beerensträuchern, Hühnern, Bienen
- Jährliche Holzernte (Brennholz, Bauholz) ohne Kahlschlag
- Wasserautarkie durch Teiche, Swales und Regenwassernutzung
- Biodiversität wie in einem kleinen Naturschutzgebiet
Berühmte 1-Hektar-Beispiele
- Sepp Holzer (Krameterhof): 45 ha, aber schon auf 1 ha hätte er locker eine Familie ernährt
- Ernst Götsch (Brasilien): Syntropische Landwirtschaft → 1 ha Kakao + Obst + Holz = 30.000 € Jahresgewinn
- Mark Shepard (New Forest Farm, USA): 1 ha Alley-Cropping mit Haselnuss + Apfel + Vieh = profitabel
- Ridgedale Farm (Richard Perkins, Schweden): 1 ha Keyline-Design + Gemüse + Hühner + Schweine = Vollzeit-Einkommen
Was 1 Hektar in Zahlen bedeutet
- 100 m × 100 m (ein großes Fußballfeld ist nur 7.140 m²!)
- Platz für ca. 300–500 Obstbäume im Food-Forest-System
- Bei 500 mm Niederschlag = 5 Millionen Liter Wasser pro Jahr auf dem Grundstück
- Humusaufbau von 1 % auf 5 % = 2.000 Tonnen zusätzlich gebundener CO₂
Der „1-Hektar-Traum“ Viele Permakulturisten träumen genau davon: Ein Hektar Land, richtig gestaltet →
- kein Job mehr nötig
- keine Supermarkt-Abhängigkeit
- keine Heizkosten (durch Holz)
- keine Wasserrechnung
- und jeden Tag frische, gesunde Nahrung direkt vor der Tür