M – Mulch & Mulchen
Mulchen ist die wichtigste und einfachste Technik der Permakultur: Du deckst den nackten Boden das ganze Jahr mit organischem Material ab – und sparst dadurch 70–90 % Wasser, Arbeit und Dünger.
Warum Mulch das A und O ist
- Nackter Boden = Tod: Verdunstung, Erosion, Überhitzung, Auswaschung
- Mulch = lebendiger Boden: Feuchtigkeit bleibt, Würmer kommen, Mikroorganismen explodieren, Unkraut wird unterdrückt
Die besten Mulchmaterialien (alles, was du eh hast)
| Material | Wann & Wo einsetzen | Besonderheit |
|---|---|---|
| Grasschnitt | Frühjahr/Herbst, 5–10 cm dick | Stickstoffreich, schnell verrottet |
| Laub | Herbst, 10–20 cm dick | Perfekt für Beeren & Obstbäume |
| Stroh | Sommer, 15–20 cm | Langsam verrottend, ideal für Gemüse |
| Holzhackschnitzel | Ganzjährig, 10–15 cm (Wege & Dauermulch) | Hält 2–4 Jahre, Pilze lieben es |
| Kartoffelkraut, Beinwell, Brennnessel | Chop-&-Drop, frisch oder angetrocknet | Turbo-Dünger + Unkrautunterdrückung |
| Karton/Pappe | Unter anderem Mulch (z. B. bei Neuanlage) | 100 % Unkrautkiller, zersetzt sich |
| Kompost (halbreif) | 3–5 cm als Finish | Sofort Nährstoffe + Schutz |
Die 5 goldenen Mulch-Regeln
- Nie nackten Boden lassen – nie!
- Immer 8–15 cm dick auftragen (dünn = nutzlos)
- Im Frühjahr nach dem Auftauen, im Herbst vor dem Frost neu auffrischen
- Direkt nach dem Pflanzen mulchen → Pflanzen wachsen schneller an
- Niemals frischen Grasschnitt dicker als 5 cm → sonst Faulgeruch
Was Mulch dir konkret spart
- 500–1.000 Liter Wasser pro m² und Jahr
- 80–90 % Unkrautarbeit
- 50–100 % Düngerkosten
- 100 % Herbizide