L – Leguminosen (Hülsenfrüchtler)
Leguminosen sind die natürlichen Stickstoff-Fabriken der Permakultur – sie machen Kunstdünger überflüssig, verbessern den Boden und liefern gleichzeitig Nahrung, Tierfutter, Biomasse und Blütenpracht.
Das Wunder der Knöllchenbakterien Leguminosen gehen eine Symbiose mit Rhizobien ein → diese Bakterien siedeln sich in Wurzelknöllchen an und binden Luftstickstoff (N₂) direkt in pflanzenverfügbare Form um. Pro Hektar und Jahr können sie 100–400 kg Reinstickstoff fixieren – kostenlos und ohne Energieaufwand!
Die wichtigsten Leguminosen für den Permakultur-Garten
| Typ | Beispiele | Haupt-Nutzen |
|---|---|---|
| Einjährige | Buschbohne, Stangenbohne, Erbse, Kichererbse, Linse, Soja | Gemüse + Stickstoff für Nachkultur |
| Mehrjährige Kräuter | Luzerne, Weißklee, Rotklee, Hornklee, Persischer Klee | Dauergründüngung, Bienenweide, Mulch |
| Sträucher | Ginster, Indigo, Erbsenstrauch, Johannisbrotbaum | Hecken, Trockenheitstoleranz, Tierfutter |
| Bäume | Robinie (falsche Akazie), Carob, Johannisbrot, Gleditschie | Brennholz, Schatten, Stickstoff, Bienenweide |
Permakultur-Klassiker-Kombinationen
- Mais + Stangenbohne + Kürbis („Three Sisters“ der Indianer)
- Obstbäume unterpflanzt mit Weißklee oder Luzerne
- Getreide mit Klee-Untersaat → Ertrag + Bodenfruchtbarkeit
- Robinie als Pionierbaum auf schlechten Böden
Praktische Tipps
- Impfen nicht vergessen! (Rhizobien-Präparat beim ersten Anbau)
- Vor der Blüte oder im Herbst bodennah schneiden → Stickstoff bleibt im Boden
- Samen von guten Züchtern (Bingenheimer, Sativa) → samenfest und leistungsfähig