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Igel

I – Igel (Erinaceus europaeus)

Der Igel ist der beliebteste und nützlichste Gartenbewohner überhaupt: ein lebender Schädlingsvernichter, Biodiversitäts-Indikator und Kinderliebling in einem.

Was ein Igel im Permakultur-Garten leistet

  • Frisst pro Nacht 50–100 g Insekten, Schnecken, Würmer, Spinnen, Engerlinge, Asseln
  • Ein einziger Igel kann 2.000–3.000 Schnecken pro Saison vertilgen
  • Natürliche Zeckenbekämpfung (wissenschaftlich umstritten, aber oft beobachtet)
  • Zeigt an: „Hier ist alles im Lot“ – gesunder Boden, keine Gifte

So machst du deinen Garten igelfreundlich

  1. Keine Pestizide, kein Schneckenkorn (besonders Metaldehyd = Igel-Tod)
  2. Unordnung zulassen: Laubhaufen, Totholz, Reisighaufen, hohes Gras
  3. Durchgänge schaffen: 13 × 13 cm Lücken im Zaun („Igelautobahn“)
  4. Wasserstelle: flache Schale mit Stein als Kletterhilfe
  5. Futter nur im Notfall (Herbst/Winter bei unter 500 g):
    • Ungesalzenes Katzen-Nassfutter (keine Milch! → Durchfall)
    • Rührei, gekochtes Hühnerfleisch, Igeltrockenfutter
  6. Sichere Stellen zum Überwintern:
    • Laub-/Reisighaufen, Igelhaus aus Holz mit Laub füllen, Komposthaufen

Igelhaus selber bauen (5-Minuten-Version) Alten Weinkisten- oder Blumenkasten auf die Seite legen → Eingang 10–12 cm → mit Laub, Stroh, Zeitung füllen → mit Brettern, Steinen oder Erde abdecken → an ruhiger Stelle platzieren.

Wann eingreifen?

  • Igel tagsüber unterwegs → krank oder verletzt
  • Unter 500 g im November → zu klein für Winterschlaf → aufnehmen und beim Wildtierhilfe-Projekt abgeben
  • Verletzt oder verwaist → sofort lokale Igelstation kontaktieren (bundesweit über 400 Stationen)