C – Chop & Drop („Hack und Fall“)
Chop & Drop ist eine der einfachsten, faulsten und gleichzeitig effektivsten Techniken der Permakultur – und sie kostet genau 0 Euro.
Was bedeutet Chop & Drop? Man schneidet Pflanzenmaterial (meist schnellwüchsige Stickstoffsammler und Akkumulatorpflanzen) direkt im Garten ab und lässt es sofort dort liegen, wo es gewachsen ist – oder verteilt es als Mulch auf Beeten und unter Bäumen. Kein Wegtragen, kein Kompostieren, kein Aufwand.
Die besten Chop-&-Drop-Pflanzen
- Beinwell (besonders „Bocking 14“) – Kalium- und Proteinbombe
- Brennnessel – Stickstoff und Eisen
- Luzerne, Klee, Wicken – Stickstofffixierer
- Tagetes, Ringelblumen – Nematodenabwehr
- Borretsch, Phacelia – Bienenweide + Mineralien
- Sonnenblumen, Topinambur – riesige Biomasse
- Löwenzahn, Giersch – wenn sie eh da sind, einfach nutzen
Wann und wie oft?
- Immer wenn die Pflanzen ca. 50–80 cm hoch sind oder kurz vor der Blüte stehen (dann ist der Nährstoffgehalt am höchsten)
- 3–6 Mal pro Jahr möglich, je nach Pflanze und Klima
- Mit der Rosenschere, Sichel oder Machete einfach bodennah abschneiden
- Grobe Stücke sind okay – Regenwürmer & Mikroorganismen erledigen den Rest
Die 5 großen Vorteile
- Sofortiger Mulch → schützt den Boden vor Austrocknung und Hitze
- Langsame Nährstofffreisetzung direkt an der Wurzelzone
- Unterdrückt „Unkraut“ ohne Chemie
- Fördert Pilznetzwerke und Bodenleben
- Spart enorm viel Arbeitszeit (kein Schleppen, kein Wenden von Kompost)
Praxis-Beispiel Unter einem jungen Obstbaum stehen 10 Beinwell- und 5 Brennnesselpflanzen. Im Mai, Juli und September einfach abschneiden → 20–30 kg Frischmasse pro Jahr direkt unter den Baum fallen lassen → kein zusätzlicher Dünger nötig, Boden bleibt feucht, Ertrag steigt spürbar.