Tagetes – im Alltag oft Studentenblume genannt – ist eine einjährige Blühpflanze, die im Garten, im Bauerngarten und in Kübeln sehr beliebt ist. Sie stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika, ist aber seit langem fester Bestandteil der mitteleuropäischen Gartenkultur. Typisch sind ihre leuchtenden Blüten in Gelb-, Orange- und Rottönen und der leicht würzige, charakteristische Duft.
Im Landleben und im Nutzgarten hat Tagetes mehrere Funktionen:
-
Zierpflanze und Farbtupfer
Mit ihrer langen Blütezeit von etwa Juni bis in den Herbst bringt Tagetes Farbe in Beete, Rabatten, Hofeinfahrten und Gefäße. Sie ist robust, recht pflegeleicht und kommt auch mit etwas kargeren Böden zurecht. -
Nützlingsmagnet
Die Blüten werden gern von Bienen, Hummeln und anderen Insekten besucht. So tragen Tagetes-Pflanzen zur Förderung von Bestäubern und damit zur Artenvielfalt im Garten bei. -
Natürlicher „Bodenhelfer“
Bestimmte Tagetes-Sorten sind dafür bekannt, im Boden lebende Schädlinge (z. B. Nematoden) zu reduzieren. Darum werden sie im Gemüsebeet gern zwischen andere Kulturen gepflanzt oder auf abgeernteten Flächen ausgesät, um den Boden zu verbessern. -
Einfache Kultur
Tagetes lässt sich leicht aus Saatgut vorziehen oder direkt ins Beet säen. Sie bevorzugt einen sonnigen Standort und regelmäßige, aber nicht übertriebene Wassergaben. Verblühte Blüten können ausgeknipst werden, damit die Pflanze neue Knospen bildet.
Damit steht Tagetes im Landleben-Lexikon nicht nur für eine hübsche Sommerblume, sondern auch für praktischen Pflanzenschutz, Insektenförderung und lebendige Bauerngärten.