Jute

J – Jute (Corchorus olitorius & Corchorus capsularis)

Jute ist eine der unterschätztesten Permakultur-Pflanzen: essbar, fasrig, stickstoffbindend und ein echter Hingucker – gleichzeitig eine der nachhaltigsten Naturfasern der Welt.

Warum Jute in den Permakultur-Garten gehört

  • Wächst blitzschnell (2–4 m in 4–5 Monaten)
  • Tiefwurzler → lockert verdichteten Boden
  • Stickstoff- und Mineralakkumulator → perfekte Gründüngung/Chop-&-Drop
  • Blüht gelb und zieht Bienen an
  • 100 % biologisch abbaubar, CO₂-neutral
  • Essbare junge Blätter (wie Spinat, leicht schleimig)

Doppel-Nutzen: Faser + Nahrung

  1. Faser-Jute (meist C. capsularis): für Säcke, Seile, Geotextilien, Teppiche
  2. Gemüse-Jute (C. olitorius): in Ägypten, Sudan, Indien als „Molokhia“ beliebtes Blattgemüse – reich an Vitamin A, C, Eisen, Kalzium und Schleimstoffen (gut für den Magen)

Anbau-Tipps für Mitteleuropa

  • Aussaat: ab Mitte Mai (wärmeliebend, ab 15 °C Bodentemperatur)
  • Direkt ins Beet oder vorgezogen
  • Reihenabstand 30–40 cm, sehr dicht säen
  • Ernte Blätter laufend ab 30–40 cm Höhe
  • Für Faser: erst im Herbst bei Samenreife schneiden → 2–3 Wochen wässern (retten) → Fasern abziehen

Verwendung im Garten

  • Junge Pflanzen als Chop-&-Drop → riesige Biomasse
  • Stängel als Rankhilfe für Bohnen oder Gurken
  • Fasern selber zu Seilen, Netzen oder Mulchmatten drehen
  • Blätter frisch oder getrocknet als Tee (entzündungshemmend)