Der Sommer und die Arbeit im Naturgarten und rund um den Hof sind schweißtreibende Angelegenheiten. Doch was tun, wenn nach der Erdbeerernte oder dem Anrühren der Brennnesseljauche noch der Salsa-Kurs, das Rendezvous mit Horst-Günther oder die Verabredung mit der Chorgruppe auf dem Programm stehen?
Reinlichkeit ist weit mehr als eine soziale Konvention. Frisch geduscht und desodoriert ist soziale Interaktion deutlich angenehmer. Aber wie geht das eigentlich: Plastik vermeiden und trotzdem gut riechen? Welche Deos sind empfehlenswert?
Deo ergo sum: Der Verzicht auf Aluminiumsalze ist inzwischen fast selbstverständlich
Aluminiumsalze stehen bekanntlich im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Daher kommen sie als Inhaltsstoff für gesundheitsbewusste, naturnah gärtnernde Menschen eigentlich nicht infrage. Ebenso wenig empfehlenswert sind synthetische Duftstoffe, Parabene oder problematische Konservierungsstoffe.
Auch sogenannte Kristall-Deo-Steine enthalten übrigens entweder „Potassium Alum“ oder „Ammonium Alum“, also Alaun – einen Aluminiumsalzkristall.
Teure Deo-Sticks im Plastikbehälter?
Leider hat sich selbst bei sogenannter Naturkosmetik ein Trend verbreitet: Viele Hersteller setzen nach wie vor auf Plastikverpackungen. Selbst Marktführer wie Lavera oder Weleda bieten viele ihrer Deo-Sticks nicht etwa in Form eines nachfüllbaren Glasbehälters oder Roll-ons an, sondern als Wegwerf-Deo-Sticks in Plastikbehältnissen.
Vermutlich „technisch bedingt“ ist zudem die Füllmenge vieler dieser Deo-Sticks eher gering und erinnert an das Prinzip „Schummelpackung“. Für 50 ml Inhalt benötigt zum Beispiel der Lavera Men Sensitiv Roll-on mit Bio-Lemongras und Bio-Bambus eine immerhin fast zwölf Zentimeter hohe, undurchsichtige Plastikverpackung, die neu gekauft nur zu rund 75 Prozent gefüllt zu sein scheint.
Von Weleda gibt es immerhin Pumpzerstäuber aus Glas. Ebenfalls empfehlenswert sind Pumpzerstäuber aus Glas, beispielsweise von Alverde.
Deocremes als Alternative
Eine gute Alternative sind Deocremes, etwa von Wolkenseifen, Ponyhütchen oder Greendoor. Die Greendoor Deo Creme kommt beispielsweise ohne Aluminiumsalze, Alkohol oder Parabene aus und wird in einer Metallverpackung angeboten.
Inhaltsstoffe auf Mineralölbasis, synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe sowie Treibgase in Deosprays gelten hingegen als problematisch. Sie können – je nach Stoff und individueller Empfindlichkeit – Allergien oder andere gesundheitliche Reaktionen begünstigen.
Deo ohne Aluminium: Der Körper braucht etwas Zeit
Es kann ein bis zwei Wochen dauern, bis sich der Körper umgestellt hat. Danach wirken viele Deos ohne Aluminium zuverlässig gegen Geruch.
Eine einfache Möglichkeit ist ein selbst gemischtes Deo auf Natronbasis. Dafür wird Natron in Wasser gelöst und mit einigen Tropfen ätherischem Öl ergänzt, zum Beispiel Lavendel- oder Rosmarinöl.
Auch eine leere Glasflasche eines gekauften Deos lässt sich weiterverwenden. Sie kann mit Wasser, Natron und ätherischen Ölen wie Salbei, Limette oder Lavendel befüllt werden. Das ist preiswert, funktioniert gut und vermeidet unnötigen Verpackungsmüll.
Deo selber machen: ganz einfach
Ein selbst gemachtes Deo ist unkompliziert, günstig und lässt sich gut an die eigenen Vorlieben anpassen. Wer empfindliche Haut hat, sollte ätherische Öle sparsam dosieren und die Mischung zunächst vorsichtig testen.
